Das Fife Barracks genannte Gebiet südlich der Aachener Straße steht nun, nach Ende der militärischen Nutzung, der Stadtplanung zur Verfügung. Eigentlich hatte die Stadt Mönchengladbach die Planung für dieses Areal bereits im Rahmen der Euroga festgelegt: Genau hier ist eine wichtige Stelle des "Grünen Y", das die Grünflächen im Süden des Stadtgebietes (Niersaue) mit solchen im Westen (Buchholzer und Wickrather Wald, Viehstraße, Gerkerather und Hardter Wald) und Osten (niersbegleitende Wald- und Erholungsflächen) möglichst durchgehend verbinden soll. Entgegen dieser ursprünglichen Planung wurde die Aufhebung der bestehenden Landschaftsschutz-Verordnung betrieben, um einen Bebauungsplan für diese Fläche zu erstellen.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. ist ein gemäß § 29 des Bundesnaturschutzgesetzes anerkannter Umweltverband, der in Fällen wie diesem eine offizielle Stellungnahme zu städtischen Eingriffsplänen abgibt. Angesichts der negativen Wohnraumprognosen der Landesentwicklungsgesellschaft und der direkten Nachbarschaft zum großen Baugebiet Nordpark kann ein Bedarf für vollständige Bebauung des Gebietes nicht angenommen werden. Daher wies die Stellungnahme, die bereits an die Bezirksregierung ging, eine durchgängige Bebauung des Gebietes zurück und forderte die Realisierung der ursprünglich geplanten Grünkonzeption, da das Gebiet eines der wichtigsten Nadelöhre für deren Umsetzung ist.
Das stadtplanerisches Hauptziel muss für das in Frage stehende Areal der Erhalt von siedlungsnahen Grün- und Erholungsflächen sein, ja sogar ihre Ausweitung bei zunehmender Bebauung und Verdichtung.