Antrag auf Genehmigung zur Umgestaltung der Niers/Karotte gem. $ 31 WHG
Das Niersauenprojekt im Bereich Alte Kläranlage Niersbruch wurde im Beirat bei der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Mönchengladbach unter Beteiligung unseres Verbandes ausführlich behandelt, befürwortet und in wenigen Detailpunkten kritisiert. Der Stellungnahme des Beirates, niedergeschrieben im Protokoll der Sitzung vom 6.5.2001 Punkte 5 und 7, schließen wir uns an.
Ein für uns wesentlicher Kritikpunkt, u.a. auch vorgetragen von der Vorsitzenden des Beirates, Frau Jörg, und dem Leiter der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Mönchengladbach, Herrn Esser-Rathke, betrifft die Verlegung der Druckrohrleitung im Weg parallel zur dann renaturierten Karotte (vgl. o.g. Sitzungprotokoll Punkt 7).
Hier entsteht im NSG ein Zwangspunkt, der in der Planungspraxis zukünftig bereits die Vorüberlegungen für eventuell weitergehende Renaturierungsmaßnahmen in der Aue steuern wird. Diese Tatsache ist sorgfältig abzuwägen gegen die Mehrkosten, die die ursprünglich vorgesehene Strecken-Variante außerhalb der Aue verursachen würde.
Abschließend bitten wir, die Anregungen des NABU zum Artenschutz zu berücksichtigen. Mitglieder der Ortsgruppe Wickrath bemühen sich seit nun fast 20 Jahren mit Erfolg, seltene Arten wie den Eisvogel im Niersbruch zu halten bzw. wieder heimisch zu machen. Das dies letztlich ein wesentlicher Gesichtspunkt von Renaturierungsmaßnahmen ist, sollten die hier bereits tätigen und erfahrenen Personen bei der Umsetzung aktiv eingebunden werden.